Von Chris | 22. Oktober 2011 | Abteilung:

Sportunfälle – Was ist zu tun?

Bei Sportverletzungen, insbesondere bei schwereren, wird dringend empfohlen, eine Meldung bei der Sportunfallversicherung des Landessportbundes Hessen zu machen. Dafür wenden Sie sich bitte unter der Rufnummer 06184-51983 an das TGS-Vorstandsmitglied Dagobert Kage, der das nötige Melde-Formular mit Ihnen ausfüllt und auch für Fragen bereit steht.

Die Empfehlung gilt für die Mitglieder aller unserer Sportabteilungen, und zwar Handball ebenso wie Leichtathletik, Langlauf, Turnen und Gymnastik oder auch Wandern. Ziel der Meldung ist es, später Ansprüche auf finanzielle Leistungen geltend machen zu können, wenn sich als Folge der Sportverletzung im Laufe der Zeit eine nachhaltige gesundheitliche Schädigung ergeben sollte. Die Meldung muß zeitnah erfolgen, sonst können die Ansprüche verloren gehen. Eine Meldung ist auch sinnvoll bei Zahn- oder Brillenschäden.

Wichtige Hinweise zum Kranken- und Unfallversicherungsschutz

1. Rechnungen zu Heilbehandlungskosten (im Ausland), Transportkosten und Bergungskosten, Rechnungen zu Zahn- und Brillenschäden, Hilfsmitteln, Rückbeförderung / Überführung und Erstbeförderung sind vorab anderen Kostenträgern (z.B. gesetzliche oder private Kranken- oder Unfallversicherung, Beihilfeeinrichtungen, Träger der Sozialhilfe) einzureichen. Werden diese Kosten nicht oder nur teilweise erstattet, sind die Originalrechnungen oder beglaubigten Kopien dieser Rechnungen – mit einem Bearbeitungs- / Erstattungsvermerk versehen – dem Versicherungsbüro zur Prüfung vorzulegen. Eine Erstattung erfolgt im Rahmen der mit dem LSB vereinbarten Leistungen. Die gesetzliche Praxisgebühr oder sonstige Eigenanteile oder Zuzahlungen sind im Rahmen der Sportversicherung nicht erstattungsfähig. Bescheinigungen über Krankenhausaufenthalte sind bitte mit Diagnose einzureichen.

2. Die Versicherungsleistungen im Rahmen der Krankenversicherung werden für die Dauer von bis zu 2 Jahren – beginnend mit dem Tag des Unfalls oder der Erkrankung – erbracht. Diese Frist wird bei Kindern und Jugendlichen bei unfallbedingtem Verlust von Zähnen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres verlängert.

3. Ein Anspruch auf Invaliditätsleistungen besteht, wenn die körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit der versicherten Person unfallbedingt dauerhaft beeinträchtigt ist (Invalidität) und die Invalidität

  • innerhalb eines Jahres nach dem Unfall eingetreten, spätestens vor Ablauf von weiteren 3 Monaten von einem Arzt schriftlich festgestellt und
  • spätestens innerhalb von weiteren 15 Monaten (insgesamt somit spätestens 30 Monate nach Eintritt des Unfalls) von Ihnen geltend gemacht worden ist, auch wenn Sie uns den Unfall zuvor bereits mitgeteilt haben.
  • Bei Kindern und Jugendlichen (bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres) wird die Frist zur Geltendmachung eines Invaliditätsanspruchs bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres, höchstens jedoch auf 60 Monate nach dem Unfall verlängert.
  • Wird die Frist für die ärztliche Feststellung der Invalidität versäumt, besteht kein Anspruch auf Invaliditätsleistung. Versäumen Sie die Frist für die Geltendmachung der Invalidität, kann dies ebenfalls zum Verlust des Anspruchs auf Invaliditätsleistung führen.

4. Ein Anspruch auf Übergangsleistung besteht, wenn die körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit der versicherten Person unfallbedingt

  • nach Ablauf von 6 Monaten (erste Übergangsleistung) bzw. 9 Monaten (zweite Übergangsleistung) vom Unfalltag an gerechnet
  • ohne Mitwirkung von Krankheiten oder Gebrechen
  • noch um mehr als 50% beeinträchtigt ist und
  • die Beeinträchtigung innerhalb der 6 bzw. 9 Monate ununterbrochen bestanden hat.
  • Die Übergangsleistung muß (bei der ersten Übergangsleistung) spätestens 7 Monate, (bei der zweiten Übergangsleistung) spätestens 10 Monate nach dem Unfall unter Vorlage eines ärztlichen Attestes bei uns geltend gemacht werden. Das gilt unabhängig davon, ob Sie uns den Unfall selbst bereits zuvor gemeldet haben.

Versäumen Sie die Frist für die Geltendmachung der Übergangsleistung, kann dies zum Verlust des Anspruchs auf Übergangsleistung führen.

5. Das versicherte Vereinsmitglied darf nicht darauf vertrauen, dass an seiner Stelle der Schadenssachbearbeiter des Vereins für eine Wahrnehmung der vertraglichen Rechte Sorge trägt.

Die Vertragsgesellschaften des Landessportverbandes Hessen e.V.
ARAG Allgemeine Versicherungs-AG, Düsseldorf
EUROPA Kranken-Versicherung AG, Köln
ARAG Rechtsschutz-Versicherungs-AG, Düsseldorf